"Walking in cities of stone, the shadows groan
Thousands of people but you're all alone
In your own little zone like a drone
Working in hives all your lives, bowing down to the throne
Born into the age of panic
Into an age of panic
Born into an age of panic
Into an age of panic"
Senser, Age of Panic, 1994
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| Abstrakt, Aquarell |
Die Menschen sind heute so über alle Maßen
orientierungslos und überfordert, dass sie scharenweise zum erstbesten,
unzweideutigsten Nenner flüchten, an dem sie ihre Biografie, ihre Identität
oder das, was sie dafür halten, festmachen können. Als da vor allem wären: das
Geschlecht, die Staatszugehörigkeit, der Geburtsort, die
Religionszugehörigkeit, der Geburtenjahrgang - all diese in den meisten
Fällen vollkommen kontingenten Fixpunkte sollen nun Sinn und Trost stiften inmitten
einer als chaotisch und bedrohlich empfundenen Welt.
Vor allem die Flut der Sendungen und Veröffentlichungen zum Thema
Geschlechterunterschiede oder die "Generationen-Bücher" - Generation
Golf, Generation X,Generation 2.0., Generation
Doof, Generation Praktikum, Generation Ally, und wie sie alle heißen
- muss doch
allmählich jedem auffallen, ebenso die Wiederkehr der Männerbünde und
Burschenschaften, die Heimatseligkeit in den TV-Regionalprogrammen, der
Lokalpatriotismus mit seinen Straßen-, Stadtteil- und Dorffesten, der
Nationalismus hinter der Fassade des Fussballs, der zunehmende religiöse
Fundamentalismus jeglicher Couleur.