"In diesem Moment begriff er,
dass niemand den Verstand benutzen wollte. Menschen wollten Ruhe. Sie wollten
essen und schlafen, und sie wollten, dass man nett zu ihnen war. Denken wollten
sie nicht."
Daniel Kehlmann, Die Vermessung
der Welt, Rowohlt Reinbek, 2009 .S. 55
Kürzlich hielt ein Marketing-Professor aus Krefeld in Dannenberg einen Vortrag
zum Thema „Mit Charisma zum Erfolg – Nachhaltige Erlebnisorientierung bei
Kommune und Handel“. Was in diesem Vortrag ebenfalls zur Sprache kam, waren
Thesen zur zukünftigen Entwicklung unserer Gesellschaft, sogenannte
Mega-Trends, mit denen sich auch Kommunen und Gewerbe auseinander zusetzen
hätten und die unter anderem die Geburtenentwicklung betreffen. Ich war im
Auftrag unserer Lokalzeitung zu diesem Vortrag geschickt worden und zitiere im
Folgenden aus meinem Pressebericht vom 15. Mai 2006:
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| Haus am Meer. Filzstift und Aquarell |
„Der Professor sparte
(...) nicht mit klaren Worten: ‚Wer kriegt heute die Kinder - das
gutverdienende Anwaltsehepaar oder der Schlosser und seine Ehefrau, die als
Friseuse arbeitet?’ fragte er und ließ sein Publikum mitraten. Dieses wusste
die richtige Antwort und tippte auf letzteres Beispiel. Die unerfreuliche Folge
dieses Trends allerdings, sei, so ließ Schmitz keinen Zweifel, die
unaufhörliche Verblödung der Deutschen’."



